Sonntag, Juni 29, 2014

Aufforderung zum bockig sein

Verehrte Hörerinnen und Hörer, ich brauche Eure Hilfe. Ich bastle gerade wieder an einem Liedchen herum, das ich mit ein paar Soundschnipseln ein wenig aufpeppen wollte. Genaugenommen handelt es sich dabei um das Lieblingswort dieses bezaubernden, kleinen Rackers im angefügten Video. (Achtung, solltet ihr in einer glücklichen Beziehung leben und die Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben, kann dieses Video eventuell dazu führen, daß jeglicher Kinderwunsch SOFORT verschwindet.)



Nun wäre es natürlich für mein kleines Projekt kein Problem, das "Neeeeeeeee" des kleinen Jungen aus dem Video herauszurippen und in mein Lied hineinzuschneiden. Allerdings kam mir dann der Gedanke, daß dieser kleine Junge eventuell in vielen Jahren eine Ausbildung zum Abmahnanwalt absolvieren könnte und sich dann furchtbar an mir rächt. Also habe ich diese Idee ganz schnell wieder beiseite geschoben und mir gedacht, daß es doch ohnehin viel lustiger wäre, wenn Eure Stimmen in meinem Lied auftauchen würden.

Kurz und Knapp: Schnappt Euch ein Mikrofon (die meisten von Euch haben doch eines im Smartphone oder Computer) und begebt Euch in einen Raum fernab von Kirchenglocken, zwitschernden Vögeln, Motorengeräuschen, klingelnden Telefonen und was sonst noch so alles stören könnte. Dann schaltet ihr Euer Mikro auf Aufnahme und sprecht ein paarmal hintereinander (jeweils immer mindestens eine Sekunde Pause) das Wort Neeeee hinein. Das darf gerne so richtig schön maulig, patzig und bockig klingen, wie es der Spongebob-Fan in dem Video tut. Probiert ruhig mehrere Variationen aus. Mal etwas länger, mal etwas kürzer. Vielleicht auch mal ein Nööö, oder  was immer ihr als Kind so von Euch gegeben habt.

Hört Euch dann Eure Aufnahme an. Wenn sich die Aufnahme kratzig anhört und in den Ohren weh tut, dann seid Ihr vermutlich zu sehr in Eurer Rolle aufgegangen und habt zu laut ins Mikro gebrüllt. Die Aufnahme ist dann übersteuert. Probiert es einfach nochmal ein wenig leiser und haltet das Mikrofon ein Stück weiter vom Mund weg. Wenn Ihr Euer Werk für geeignet haltet, dann schickt das Soundfile an derduebel@derduebel.de

Gleich vorweg ... Geld gibts keins für Euere Arbeit. Euer Lohn ist, daß ihr in einem Ukulelensong von mir herumnörgeln dürft und, daß ich Euren Namen in den Credits erwähne. Es wäre daher super, wenn ihr mir in der eMail auch schreiben könntet, mit welchem Namen ich Euch erwähnen darf oder ob Ihr vielleicht lieber anonym bleiben mögt.

So, nun aber genug der Worte. Bringt Euch in Stimmung für Euer bockigstes Neeeeeee. Stellt Euch vor, es ist 6 Uhr Montagmorgens, draußen regnet es und Ihr müsst aufstehen. Neeeeeee. Oder Ihr freut Euch auf ein leckeres Schnitzel mit Pommes in der Kantine, aber der Küchenchef hat stattdessen nur Broccoliauflauf im Angebot. Neeeeee. Oder wollt Abends im Kino die neue Gemeinschaftsproduktion von Quentin Tarantino und Michael Bay sehen, einen Monstermetzelsexroboterexplosionsblutspritzmotherfuckeraliensfromouterspacekillkillkill-Film, merkt aber zu spät, daß ihr im falschen Kinosaal sitzt, in dem ein französischer Arthousefilm mit spanischen Untertiteln läuft. Die Handlung dreht sich um einen Mann, der überall in der Stadt Postkästen aufbricht, um anschliessend mit den erbeuteten Briefmarken sein Wohnzimmer zu tapezieren. Kurz bevor er fertig ist, kapituliert der französische Postzustelldienst vor den beliebteren Kommunikationsformen im Internet und baut alle Postkästen ab. In der emotional hochgeladenen letzten Szene vor dem Abspann sieht man (nominiert für den Oskar als bester Nebendarsteller) Mark Zuckerberg, wie er dem gebrochenen Antihelden eine Rolle Erfurter Raufaser überreicht. NEEEEEEEEEEEEEEE !!!!!!

Nachtrag 04.07.14: Aktion beendet. Den Song gibts in der nächsten Ausgabe von Dübels Geistesblitz.