Sonntag, Dezember 03, 2006

Grün ist die Hoffnung

Zwischen dem Kennenlernen meiner Frau und dem heutigen Tag, hat sich bei mir im Punkt "Weihnachtsbeleuchtung" einiges getan. Habe ich zuerst noch gezetert, gestritten, gemault und um jede Vermeidung einer weiteren Leuchteinheit im Hause gekämpft, so bin ich doch in dieser Beziehung mittlerweile relativ umgänglich geworden.

Ja, gut, okay, ich habe resigniert. Ich gebs ja zu. Aber es gibt eine Art von Weihnachtsbeleuchtung bei der meine Frau und ich eindeutig einer Meinung sind und genau ein solches Teil sehe ich in der Weihnachtszeit immer bei unseren Nachbarn im Fenster, wenn ich aus meinem Küchenfenster schaue.

Es ist ein kleiner grüner Leuchtstern, der von einem grösseren roten Leuchtstern umrahmt ist, der wiederrum von einem nopch grösseren gelben Stern umrahmt ist. Wenn die nun alle gleichmässig vor sich herleuchten würden, ginge das ganze ja vielleicht noch. Leider ist es aber so, dass alle drei Sterne unabhängig und ähnlich einer Lichtorgel herumblitzen.

In den letzten Jahren war ich immer sehr froh, wenn dieser Stern in den Nachtstunden abgeschaltet wurde. So musste ich mir keine Gedanken machen, dass eine herumirrende Boing 747 den Stern für ein Landelicht halten würden. Ich mag keine Tragflächen in meinem Schlafzimmer.

Gerade eben schaute ich aber aus dem Küchenfenster und ... es brannte nur noch der grüne Stern. Okay, er blitzt immer noch wie irr herum, aber seine roten und gelben Geschwister haben anscheinend die Weihnachtspause nicht überlebt.

Bin mal gespannt, ob sich die lieben Nachbarn einen neuen Stern holen. Vielleicht nehmen sie ihn aber auch ganz aus dem Fenster. Ich bin beim Anblick des grünen Sterns jedenfalls optimistisch, denn Grün ist die Hoffnung.