Donnerstag, August 31, 2006

Schwelgend in Erinnerungen

So sitze ich gerade hier an meinem Rechner. Der Zappelfillip sitzt derzeitig an einem sehr schönen Projekt, welches mich nicht mehr vom Monitor lässt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Top-Musikvideos der 80´er und 90´er Jahre die bei youtube so rumliegen zu einer schönen Linkliste zusammenzustellen. Da lassen sich schon ein paar nette Schätzchen wiederentdecken.

Ergänzend hierzu lohnt sich dann auf jeden Fall ein Besuch auf "50 Jahre Bravo". Hier finden sich dann in einer Kategorie beispielsweise die Titelbilder sämtlicher Bravo-Hefte. Beim durchsehen der bisher erschienenen Bravo-Starschnitte fiel mir dann auf, dass es ja auch mal einen von Kim Wilde gab. Kim Wilde. Hab ich übrigens schon von ihrem neuen Album geschrieben?



Kim Wilde. Ein Starschnitt von Kim Wilde. Ich hatte damals auch einen Starschnitt, aber von Radost Bokel. Radost "Momo" Bokel mit zerzauster Pumuckel-Perrücke und einer doof grinsenden Schildkröte im Arm. Kein schöner Ersatz für einen Kim Wilde Starschnitt. Irgendwie vermiest mir das wieder die schöne Stimmung der guten, alten Zeit. Andererseits bin ich auch wieder froh darüber, heute kein Bravoleser mehr zu sein.

Dienstag, August 29, 2006

Mein "Burger-King-Traum"

Im Podcast "Bastis Tagebuch" prangert Basti unter anderem die Zustände in Fast Food Restaurants an. Wer mal Lust auf ein heiteres Frage- und Antwort-Spiel hat, ist dort bestens aufgehoben. Nachdem ich den Podcast entspannt mit meinem MP3-Player auf dem Sofa gehört hatte, fiel ich direkt im Anschluss in einen leichten, unruhigen Schlaf. Und ich hatte einen Traum. Darin betrat ich ein Burger King Restaurant und gab meine Bestellung auf. Bedient wurde ich von einer genervten Mittzwanzigerin.

Ich: Ein Big King Menü, bitte. Als Getränk hätte ich gern ...
Sie: Big King oder Big King XXL?
Ich: ne, der normale Big King reicht mir sch...
Sie: Mit oder ohne Bacon?
Ich: Ohne, einfach nur ein ganz normaler ...
Sie: Welches Getränk?
Ich: Wollte ich doch schon sagen. Cola, aber bitte...
Sie: Cola oder Cola Light.
Ich: Cola, wenns geht ohne Eis.

Ich habe keine Ahnung, ob sie das überhaupt noch mitgekriegt hat, denn schon rast sie nach hinten los, um die Bestellung abzuarbeiten. Mein ihr nachgebrüllter Ruf nach Country Potatoes statt Pommes verhallt wahrscheinlich ebenso ungehört. Schließlich knallt sie mir die Bestellung auf das Tablett.

Ich: Zum mitnehmen, bitte.

Sie wirft mir einen eisigen Blick zu, der soviel bedeutet wie "Das hätten Sie auch gleich sagen können" und packt alles in eine Tüte.

Sie: Ketchup oder Majo zu den Pommes?
Ich: Ketchup.

Sie wirft ein Tütchen Majo zu Burger und Pommes. Nun habe ich genug und meine Gedanken sind von nur einem Wort erfüllt. RACHE.

Sie: Macht 3,98.
Ich: (grinsend) Euro oder Dollar?
Sie: Euro, natürlich.
Ich: Als Schein mit Wechselgeldoption ihrerseits oder passend?
Sie: Wenn Sie´s passend haben, dann...
Ich: Hab ich.

Lässig ziehe ich meine Geldbörse (wie schreibt man eigentlich Portmonai?) aus der Tasche.

Ich: Hätten Sie gern Deutsche Münzen, oder italienische, griechische ...
Sie: Herrgott, das ist doch völlig...
Ich: Möchten Sie das Geld gern an Kasse 1,2 oder 3 entgegennehmen?
Sie: WIR STEHEN BEREITS AN KASSE 3.
Ich: Sie hätten also gern Kasse 3?
Sie: JAAAA, UND NUN BEZAHLEN SIE ENDLICH, SONST HOLE ICH MEINEN VORGESETZTEN.

Okay, nun bekomme ich doch Angst und kapituliere. Ich nehme meine Tüte und lege 4 Euro auf die Theke.

Ich: Der Rest ist für Sie. Für Ihre Mühe.

Träume können so schön sein.

Montag, August 28, 2006

Die Saison ist eröffnet

Es ist soweit. Wie lange habe ich gewartet. Sogar einen neuen Liedtext für 54,74,90,2010 habe ich schon geschrieben und nun ist der Moment gekommen.

Lebkuchen. Frischer Lebkuchen. In Herzchen, Sternchen und Brezelform. Mit Vollmilch- und Zartbitterschokolade. Ausserdem mit Gelee gefüllte Lebkuchenherzen. Ich werd oval. Zwar passt mein Text zu Anfang des Liedes nicht ganz (ich wollt mal wieder in den Supermarkt, an einem strahlend schönen Sommertag), aber es ist August und es gibt Lebkuchen.

So, ich werd jetzt erstmal ne schöne Weihnachts-CD von Bing Crosby reinlegen, meine Medikamente nehmen und am Fenster auf den ersten Schnee warten.

Sonntag, August 27, 2006

24 Stunden Fernsehen - Ergebnis und Quiz

Ela von www.mudelpuetze.de hat zu meinem "24 Stunden Fernsehen"-Blogeintrag einen Kommentar hinterlassen und da fiel mir siedendheiss ein, dass ich ja noch das Ergebnis dieser Aktion schuldig bin. Den kompletten Artikel gibts auf www.gruene-bundestag.de

Erste Erkenntnis: Die existierenden 40 Programme sind "gefühlte 6 bis sieben". Dem kann ich nur zustimmen. Ganz unten gibts ein kleines Quiz hierzu.

Zweitens: Das öffentlich rechtliche Programm ist sein Geld wert. Mag sein, aber der Försterteller im Restaurant um die Ecke ist auch sein Geld wert. Trotzdem muss ich ihn nicht bezahlen, wenn ich irgendwann doch eher Appetit auf eine Dönertasche habe.

Drittens: Die Privaten bieten ebenso Qualität und Lebenshilfe, können aber noch bei Dokus und politischen Sendungen zulegen. Naja, solange es keine Reality-Show-Dokus sind.

Viertens: Der Zuschauer ist sein eigener Regisseur und sollte bewusster gucken. Hin und wieder die Glotze ausschalten fördert die Lebensqualität. Huch, hatte ich das nicht in meinem ersten Eintrag zu diesem Thema schon geschrieben?

So, und nun gibts zum Ende noch ein kleines Quiz zum Thema Programmvielfalt. Irgendwie hat man doch das Gefühl, dass überall das gleiche läuft. Oder sind die Shows doch so einzigartig und es ist problemlos möglich zu sagen: "Hey, Sendung X läuft doch auf Sender Y". Hefte raus. Wir machen einen Test. Wer schummelt bekommt einen Eintrag ins Klassenbuch.

Heimwerkershows
01. Einsatz in 4 Wänden
02. Wohnen nach Wunsch
03. Do it yourself - S.O.S.

Kochshows
04. Alfredissimo
05. Die Kochprofis
06. Schmeckt nicht, gibt´s nicht

Talkshows
07. Britt
08. Oliver Geissen Show
09. Johannes B. Kerner

Gerichtsshows
10. Das Jugendgericht
11. Barbara Salesch
12. Das Strafgericht

Tiershows
13. Pinguin, Löwe & Co
14. hundkatzemaus
15. Elefant, Tiger & Co

(a) ARD (b) ZDF (c) WDR (d) MDR (e) RTL (f) RTL2 (g) SAT1 (h) Pro7 (i) VOX

Lösungsvorschläge bitte in den Commentsbereich. Nächste Woche gibts dann die Auflösung.

Freitag, August 25, 2006

Im Wagen hinter mir

Hier in Hamm läuft eine grosse Verschwörung gegen mich. Gestern auf dem Weg von der Arbeit nach hause stand ich an einer roten Ampel und hörte gemütlich einen Podcast. Ich schaute ein wenig gelangweilt umher, da bis zu nächsten Grünphase noch reichlich Zeit war. Im Innenspiegel konnte ich erkennen, daß der hinter mir wartende Fahrer nicht ganz so gelangweilt war wie ich. Im Gegenteil, er hatte eine Mission vor sich, die ich noch an den nächsten zwei roten Ampeln mitbestaunen durfte. Offenbar hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, sein Gesicht während der Fahrt vollständig von allen Pickeln zu befreien. Eins musste ich ihm lassen, er war recht eifrig dabei und übertraf dabei ganz souverän den Ohrpuler vom Vortag um lockere 5 Punkte auf der Rote-Ampel-Ekel-Skala. Was der Typ sich da alles aus seinen Lauschern gebröckelt hat muss locker für 2 bis 3 Wachskerzen gereicht haben.

Mein absoluter Nummer Eins Hit, der allerdings nun auch schon eine ganze Weile her ist, hat mir damals jedoch wirklich auf den Magen geschlagen und ist wahrscheinlich wirklich kaum zu überbieten. Nasebohren, okay. Ist nicht schön, aber jeder hat so seine fiesen Angewohnheiten. Aus dem Naseninhalt zwischen Daumen und Zeigefinger kleine Kugeln drehen, hmmmm, muss nicht so unbedingt sein. Aber sich dann das ganze noch genussvoll in den Mund zu ........

Liebe Autofahrer, die Scheiben durch die Ihr nach draussen guckt, ermöglichen es anderen Verkehrsteilnehmern auch in Eure Autos hineinzugucken. Man kann also also sehen was Ihr da tut und was man da so sieht ist nicht immer schön. Bitte nehmt ein wenig Rücksicht und spart Euch Eure Ekelattacken für das heimische Klo auf.

Mittwoch, August 23, 2006

Meine Milch und ich

Beim betrachten des Mindeshaltbarkeitsdatum eines Bechers Kaffee-Milch (oder heisst es Milchkaffee?) fiel mir auf, dass eben jenes besagte Datum zufällig mit meinem Geburtstag auf einen Tag fällt. Sofort kam mir der Gedanke, daß ich ja nun prima am Zustand des Getränkes ermitteln kann, wann ich Geburtstag habe. Also quasi ganz ohne Kalender gemäß der Richtlinie: "Wenn der Deckel sich wölbt ist der Dübel 32".

Fragt sich nur was mit der Milch ist, wenn mein Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Buuuuaaaah !

Dienstag, August 22, 2006

Hier kommt das Vögelchen

Normalerweise schreibe ich ja nichts, oder zumindest wenig über mein Arbeitsleben. In erster Linie hat das damit zu tun, daß ich möglicherweise versehentlich Firmengeheimnisse ausplaudern könnte. Gerüchten zufolge soll es unter den Büros eine Tiefgarage geben, die zum Folterkeller umgebaut wurde und nur dem Zweck der Bestrafung von sündigen Angestellten dient. Heute gehe ich aber mal ein kleines Risiko ein und berichte von der Aktion "Wir knipsen ein Gruppenfoto".

Gruppenfoto bedeutet in diesem Fall "Komplette Belegschaft" und das sind immerhin knapp über 100 Personen. Als uns allen der Termin für das Fotoshooting mitgeteilt wurde, machte man ebenso darauf aufmerksam, daß dieses Foto selbstverständlich auch in irgendeiner Art und Weise veröffentlicht werden würde. Spätestens in diesem Augenblick sank die Kooperationsbereitschaft mit unserer Marketingabteilung gen Null. Fast hätte man meinen können, daß der komplette Mitarbeiterstamm aus Mitgliedern eines tief im Amazonasdschungel verschollenen Urvolkes stammen würde, der ein ablichten des eigenen Gesichtes auf Papier mit dem Raub der Seele gleichsetzen würde. Ich gebs ja zu, ich selbst bin ich auch nicht sonderlich begeistert darüber, mein Gesicht für eine noch nicht näher genannte Werbekampagne zur Verfügung zu stellen. Ich kann einfach nur darauf vertrauen, daß unser Marketingmann weiß, was er tut.

Jedenfalls war der Termin für 14:00 Uhr draußen auf der Wiese angesetzt und jeder der noch bis 13:00 Uhr in den wolkenverhangenen Himmel sah, lachte sich ins Fäustchen. Der Termin würde platzen. Tat er aber nicht. Punkt 14:00 Uhr kam die Sonne und wir wurden erbarmungslos auf die matschige Wiese gezerrt. Auf dem gepflasterten Weg davor stand ein kleiner Kran, in dessen hochgefahrenen Körbchen die Frau Fotografin hockte und uns 15 Minuten wild herumdirigierte, bis sie uns endlich in der gewünschten Position hatte. Schließlich wurden wir aufgefordert nach oben zu schauen und dann begann das eigentliche Shooting.

Ganz ehrlich! Ich glaube ich will diese Bilder niemals sehen. 100 Personen blinzeln dicht zusammengedrängt mit verkniffenen Augen in den strahlend sonnigen Himmel und murmeln "Käääääääsekuchen". Der Gesichtsausdruck der meisten Mitarbeiter auf dem Foto dürfte ähnlich dem Ausdruck sein, den ein von einer heftigen Verstopfung geplagter Mensch hat. Recht gequält halt.
Ich bin mal gespannt, wie das Endergebnis ausschaut. Wenn man schon seine Seele für sowas hergibt ...

Sonntag, August 20, 2006

24 Stunden Fernsehen

Wuaaah, wann stopft mal endlich jemand dieses furchtbare Sommerloch. Ein paar arme Grünen-Politiker drehen jetzt auch schon durch und wollen sich tatsächlich einen 24 Stunden Fernsehmarathon antun. Am kommenden Dienstag solls losgehen. Da hocken sich dann die Damen und Herren vor die Glotze und kämpfen sich durch Frühstücksfernsehen, Gerichtsshows, Heimwerkertipps und Kochsendungen. Ich hoffe nur schwer, daß auch an ärztliche Betreuung gedacht wird. Zumindest ein paar Beruhigungstabletten sollten parat liegen. Allein der Gedanke an 24 Stunden-Fernsehen durchsetzt mit vielen kleinen Reklame-Pippi-Pausen treibt mich in den Wahnsinn. Der Clou des ganzen steckt aber im Sinn dahinter. So heisst es:
Dabei sollen Fragen geklärt werden wie: «Was macht Fernsehen mit uns?», «Macht es dumm und dröge?», «Wie kommen wir mit durchschnittlich vier Morden und weiteren fünf Gewaltverbrechen pro Stunde zurecht?», «Finden wir Kindersendungen kindgerecht?»
Ich habe gar keinen Zweifel daran, daß eine komplette Tagesdröhnung Fernsehen nicht grad förderlich fürs Gehirn ist. Wer auch nur 15 Minuten lang "Neun live" schaut, wird schon ein merkwürdiges jucken unter der Schädeldecke verspüren, wenn die ersten Hirnzellen absterben. Und wer mit vier Morden pro Stunde nicht klarkommt, der sollte am besten niemals an einem Mittwochmorgen einen Aldimarkt aufsuchen, denn Mittwoch ist Sonderangebotetag. Die sich dort abspielenden Szenen sind mit einer beliebigen CSI Folge zu vergleichen uns somit nichts für Softies.

Naja, dann wäre da noch die Sache mit den kindgerechten Sendungen. Wie hat es Peter Lustig immer so schön gesagt: "Jetzt kommt nix mehr. Also, abschalten". Man hätte diesen Rat viel öfter beherzigen sollen, dann wäre uns allen wahrscheinlich viel erspart geblieben. Vielleicht sogar die nächste Staffel "Deutschland sucht den Superstar".

Samstag, August 19, 2006

Frohe Ostern

Einen interessanten Artikel, der die Thematik meines gestrigen Liedtextes "Das erste Weihnachtslied des Jahres" aufgreift, habe ich heute beim Shopblogger gefunden: Weihnachten und Ostern zusammen. Irgendwie beängstigend.

Freitag, August 18, 2006

Das erste Weihnachtslied des Jahres

Heute habe ich im Supermarkt wieder die ersten Überaschungseier gesehen. Für den Kenner bedeutet dies, daß Ferreros Sommerpause sich dem Ende neigt. Bald gibts also wieder frische Mon Cherie, Rocher und Küsschen. Und wenns dann erstmal soweit ist, dann dauerts auch ganz gewiss nicht mehr lang, bis die ganzen Weihnachtsleckereien wieder in der Auslage zu bestaunen sind. Ich kann mich noch daran erinnern, daß ich im letzten Jahr um diese Zeit als Gag die ersten Dominosteine mit ins Büro genommen habe. Irgendwie habe ich das Gefühl, daß es auch dieses Jahr nicht mehr allzu lange dauern wird. Aus diesem Grunde habe ich mir eine aus diesem Sommer bekannte Melodie geklaut und den Text ein wenig abgeändert. Es ist sozusagen mein kleines Proteslied gegen Spekulatius im Hochsommer: "Das erste Weihnachtslied des Jahres". Für Hobbygitarristen habe ich mal versucht, die Griffe drüberzuschreiben. Seid mir nicht böse, wenns vielleicht nicht so ganz passt

Nach der Melodie von
Sportfreunde Stiller – ’54,’74,’90,2010

Refrain:

_____A_______________
Es gibt Lebkuchen, Zimtsterne,
D____________
Marzipankartoffeln,
____A____________E_
sogar Dominosteine sind da.
____A_____________
Jedes Jahr der gleiche Mist,
______D__________
sobald es Ende August ist,
______A__________E_A_
heißt es „Frohes Fest, Halleluja“



Strophe 1:

__________A________E_______
Ich wollt mal wieder in den Supermarkt,
______F#m__________________
an einem strahlend schönen Sommertag,
________A___________E_
da fand ich in der Süßigkeitenecke
____F#m________________
ein Regal, das mich sehr erschrak.
______A____________E___
Fassungslos rieb ich mir die Augen
_____Bm________F#m__
und ich fing fast an zu schrein.
_______A__________E_______
Wie kann schon 4 Monate vor dem Fest
____F#m___________
so gestört in der Birne sein?



Wiederholung Refrain



Strophe 2:
____A________________
Ich begann mich zu beruhigen,
___E___________
und dachte so bei mir:
______Bm__________________
wenn die jetzt schon Weihnacht haben,
______F#m______________
kauf ich ganz bestimmt nicht hier.
__________A __________________ E____
Doch schon im nächsten Laden mußte ich einseh´n,
_____Bm___________________ F#m__
diesem Terror kann man schwerlich entgeh´n..



Wiederholung Refrain



Bridge:

_____Bm_______________________
Im September fand ich alles noch ganz lecker,
________A_______________________
doch im Oktober wurds mir langsam ein Graus,
____Bm_____________________
Ab November gings mir auf den Wecker,
___D________ A_______________
und im Dezember hings mir aus dem Hals.



Wiederholung Refrain 2x

Mittwoch, August 16, 2006

Noch 54 Jahre und 339 Tage

Dann darf ich den Löffel abgeben. Sagt zumindest die Bild, die unter diesem Link einen ganz supertollen Onlinetest ins Netz gestellt hat, der auf den Tag genau ermitteln kann, wie lange man noch zu leben hat. Mir gibts echt Hoffnung. Nächsten Monat werde ich 32 und das Ergebnis dieses Test zeigt, daß ich sogar noch meine Rente genießen werde.

Ich glaub ich hör jetzt besser auf. Diese utopischen Gedanken machen mich immer ganz fertig.

Dienstag, August 15, 2006

World Trade Center

Letzten Freitag war ich mit meiner Frau und deren Schwester (also meiner Schwägerin) im Kino. Nachdem der erste Teil von "Fluch der Karibik" schon längst als DVD in meiner Sammlung gelandet ist, wollten wir uns nun den zweiten Teil anschauen. Also nahmen wir, bepackt mit Nachos, Popcorn, M&M´s und Cola unsere Sitze in Beschlag. Kurz darauf gings dann auch gleich los mit Werbung, Filmtrailern und der obligatorischen Aufforderung, doch bitte sein Handy auszuschalten. Dann jedoch wurde ein Filmtrailer gezeigt, der beim Publikum ein ungewohntes Verhalten erzeugte.

Es war der Trailer zum Oliver Stone Film "World Trade Center". Ich hatte bisher noch nicht viel über diesen Film gehört, wusste aber, daß Nicolas Cage eine tragende Rolle darin spielte. Somit konnte ich den Trailer also völlig Vorurteilsfrei auf mich wirken lassen. Allerdings war schon nach wenigen Sekunden deutlich erkennbar, daß dieser Film vor Patriotismus nur so triefte. Nicolas Cage als Feuerwehrmann fragte beispielsweise in einer Szene seine Leute, wer ihm in den Tower folgen möge, um Zivilisten zu retten. Nach kürzem zögern traten schließlich zwei Männer mit stolzgeschwellter Brust und einem tapferen "Ich, Sir" auf den Lippen hervor.

Diese Szene erinnerte mich fatal an den Film Independence Day. Randy Quaid salutierte dort als Pilot mit Alkoholproblem vor Bill Pullmann in der Rolle des Präsidenten der USA und machte sich heiß für den großen Luftkampf gegen die Aliens. Nur, Independence Day ist ein Science Fiction. Ein Actionfilm mit markigen Sprüchen und netten Special Effects. Der Vergleich mag vielleicht moralisch gesehen nicht angemessen sein, aber die Ähnlichkeit war da.

Dann kam aber das Beste. Der Trailer war aus und im Kinosaal herrschte ... absolute Stille.

Kein Husten, kein Räsupern, kein Tütenknistern oder irgendein dummer Spruch aus den hinteren Reihen. Nein, Stille. Ich bin schwer davon überzeugt, daß die Reaktionen im Publikum anders gewesen wären, wenn es sich nicht um die Verfilmung einer wahren Begebenheit gehandelt hätte. Wäre es im besagten Trailer statt des 11. September der 5. April und statt des World Trade Centers ein x-beliebiges anderes Hochhaus gewesen, so wäre dieser Trailer wahrscheinlich auch als ein etwas auf die Tränendrüse drückender vierter Teil von "Stirb langsam" durchgegangen. Bin mal gespannt, wie sich das später in den Verkaufszahlen niederschlägt.

Sonntag, August 13, 2006

And the winner is ...


Rosenkohl, der Klassiker unter den fiesen Gemüsen hat es geschafft und hat sich somit ganz souverän den ersten Platz gesichert. Auf Platz 2 steht die Zwiebel, was mir persönlich doch ziemlich rätselhaft ist. Schließlich geht doch nichts über einen leckeren Teller Gyros mit Zwiebeln. Egal. Platz 3 jedenfalls ist dann wieder einer von den üblichen Verdächtigen und für mich im speziellen meine ganz persönliche Nemesis: der Broccoli. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die Teilnahme an der Umfrage und wünsche allen Bloglesern noch ein schönes und gemüsefreies Restwochenende.

Samstag, August 12, 2006

Axe hat geschrieben

Naja, eigentlich nicht direkt Axe, sondern die Firma Unilever, welche die Marke Axe unter ihre Fittiche genommen hat. Letzte Woche habe ich ja einen Brief geschrieben, in dem ich mir einige Gedanken über die weitere Verwendbarkeit des Shower-Strips gemacht habe, der einer Doppelpackung Axe beilag. Gestern lag dann auch die Antwort in meinem Postkasten.

Sehr geehrter Herr Dübel,

vielen Dank für Ihr nettes Schreiben mit der ungewöhnlichen Idee für die Anbringung Ihres Küchenschranks.

Gerne hätten wir Ihnen weitergeholfen, doch Daten über die Belastbarkeit der Shower Strips liegen uns nicht vor, da sie ganz speziell für die Befestigung des Axe Showergels vorgesehen sind.

Daher können wir Ihnen nicht empfehlen die Shower Strips für die Anbringung anderer Gegenstände zu nutzen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen aus Wettbewerbsgründen den Kontakt zu unserem Lieferanten nicht nennen können.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie uns gerne.

Mit freundlichen Grüßen
Unilever Verbraucherservice Home and Personal Care

Anika Böttcher


Mich fuchst ja ein wenig der letzte Absatz, in dem man mir aus "Wettbewerbsgründen" den Lieferanten dieser Plastiknoppenmatten nicht nennen will. Da ist doch wieder irgendwas faul. Recht interessant ist ja auch, was die Firma Unilever da so alles herstellt. Da sind beispielsweise Domestos, Kuschelweich, Rexona und natürlich Axe. Rühren die wirklich für jedes Produkt einen neuen Topf an oder kann ich mich auch mit Domestos duschen und mit Rexona das Klo putzen? Das ist doch alles wieder ganz bestimmt ne ganz fiese Kundenverarsche.

Donnerstag, August 10, 2006

Hilfe, ich werde bekehrt

Gestern ist bei mir eine DVD im Postkasten gelandet, die ich über Hitflip bestellt habe: Der Appartement Schreck mit Drew Barrymore und Ben Stiller. Die Handlung klang ganz lustig. Ein junges Pärchen zieht in ein Zweifamilienhaus ein und wird von einer alten Oma, die ebenfalls in dem Haus wohnt, terrorisiert.

Das Konzept von Hitflip ist ja, daß man DVD´s mit anderen Hitflip-Usern tauscht. Also handelt es sich um eine gebrauchte DVD. An sich eigentlich auch nichts schlimmes, aber derVorbesitzer hat mir in DVD Hülle noch ein kleines Bonusheftchen gelegt.

"Was bringt die Zukunft", steht dort in großen Lettern und da ich ja gerne über sowas informiert werden möchte, blättere ich gleich weiter. Auf den nächsten Seiten werden mir plötzlich fromme Bibelsprüche um die Ohren gehauen und plötzlich heißt es "Gerade du brauchst Jesus Christus". Weiterhin entdecke ich einen kleinen Coupon, der darauf wartet, von mir ausgefüllt zu werden. Angeblich soll mir dann die kostenlos Broschüre "Schritte in ein neues Leben" zugesandt werden.

Ein Reizwäschekatalog von Beate Uhse wäre mir eindeutig lieber gewesen.

Dienstag, August 08, 2006

Luft im Hirn

Kommt nicht nur bei hochrangigen Politikern vor, nein ich selbst hab´s auch grad. Es fällt mir einfach nix gescheites ein, worüber es sich lohnt zu schreiben. Ich hab sogar grad überlegt, ob ich nicht mal zum Bäcker rübergehen soll, aber mittlerweile ist es fast 22:30 Uhr. Schade, dabei passieren mir beim Bäcker immer die besten Sachen.

Tja, Axe hat auch noch nicht geschrieben, aber die haben den Brief auch wahrscheinlich heute erst erhalten. Vielleicht hätte ich doch lieber eine Email schicken sollen. Andererseits sind richtige Briefe irgendwie persönlicher. Email kann ja jeder.

Die Umfrage mit dem Gemüse des Teufels bleibt übrigens noch bis zum Wochenende drin. Ich werd mir dann mal die Ergebnisse ansehen und dementsprechend handeln. Bis dahin mach ich jetzt halt mal ein wenig Werbung.

Dingolstadt Comedy habe ich beim rumstöbern im Podcastverzeichnis Podster.de gefunden und bin schwer begeistert. Willi, Schorsch, Bones und Doc singen, parodieren und blödeln in ihrer wöchentlichen Radioshow herum und stellen das ganze kostenlos ins Netz. Als Reinhörtip gilt auf jeden Fall das geniale "Es ist soweit" oder die Verarsche von Christina Stürmers "Engel fliegen einsam". Hier ist es dann Christina Mittelfeld mit "Männer pinkeln einsam". Klingt absolut professionell und kann sich problemlos mit dem Zeugs messen, was das Fernsehen einem so als Comedy verkauft. Zum 1.Oktober soll es sogar einen halbstündigen Film geben, in dem die 4 Jungs aus dem Königreich Bayern die Matrix durch den Kakao ziehen. Dort heißts dann aber Machtnix. Reinschauen lohnt auf jeden Fall.

Und mit ein wenig Glück hab ich bis morgen die Luft aus meinem Hirn raus und wiede genug blöde Ideen für einen richtigen Blogeintrag drin. Ansonsten gibts morgen wieder Werbung ...für Tütensuppen, Damenbinden, Pflanzendünger. Was weiß ich ???

Sonntag, August 06, 2006

Ein Brief an "Axe"

Gestern war ich mal wieder im Supermarkt um die Ecke. Einer meiner Einkäufe hat meine Gedanken mal wieder so beflügelt, daß ich mich dazu entschlossen habe, der Firma Unilever einen Brief zu schreiben.

Unilever Deutschland GmbH
Forschungsabteilung Axe
Dammtorwall 15

20355 Hamburg

Frage zum Aktionspack „Axe + Shower Strip Wandhalterung“

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe gestern im Supermarkt um die Ecke eine Doppelpackung „Axe Boost Shower Gel“ erstanden. Beim Auspacken der eingeschweißten Flaschen stellte ich fest, daß sich dazwischen eine kleine beidseitig genoppte Plastikmatte befand. Der Beschreibung nach sollte es sich hierbei um eine Wandhalterung für die Duschgelflaschen handeln. Natürlich habe ich diese sofort einmal ausprobiert und bin absolut begeistert. Leicht angefeuchtet klebt die Halterung bombenfest und hält auch die Axeflasche ohne Probleme. Für diese Erfindung haben Sie meinen größten Respekt.

Seit gestern Abend stelle ich mir jedoch die Frage, ob sich Ihre Wandhalterung nicht auch für größere Zwecke nutzen läßt. Ich denke da beispielsweise an Hängeschränke in der Küche. Nicht jeder ist fit im Gebrauch von Bohrmaschinen und da käme Ihre Noppenmatte doch sehr gelegen. Kurz anfeuchten, an die Wand klatschen und dann den Hängeschrank drankleben.

Ich hätte daher gern gewußt, ob Ihre Forschungsabteilung mir da genauere Informationen mitteilen kann, bis wieviel Kilo die Matten belastbar sind, bzw. wie viele Matten zur Montage eines handelsüblichen Küchenhängeschrankes benötigt werden. Wenn Sie mir da weiterhelfen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Dübel

Hamm, 06.08.06

Falls die Damen und Herren in Hamburg von meiner Idee ebenso begeistert sind und sich zu einem Antwortschreiben durchringen, werde ich dieses selbstverständlich hier veröffentlichen.

Freitag, August 04, 2006

Netter Tanzstil

Hab grad ein wenig im Netz rumgesurft und bin im Caropod auf dieses nette Video gestossen. Ein Mann tanzt um die Welt. Irgendwie schön.

Immer diese Bäckersfrauen

Auf meiner persönlichen Skala von Lieblingsverkäuferinnen sinkt die Berufsgruppe der Bäckersfrauen täglich weiter nach unten. Irgendjemand muss diesen armen Frauen sehr sehr übel mitspielen, denn anders kann ich mir das merkwürdige Verhalten und die seltsamen Gefühlsausbrüche dieser Damen nicht erklären.

Gestern Nachmittag war ich in der Filiale einer großen Backwarenkette, um ein paar Baguettes für eine kleine Grillfete vorzubestellen. Die Verkäuferin notierte sich die Uhrzeit (ca. 7:30 Uhr) zu der ich am nächsten Tag die 6 Brotstangen abholen wollte und die Sache war somit erledigt. Heute Morgen wollte ich dann meine Ware abholen.

"Guten Morgen. Ich habe gestern hier ein paar Stangenbrote reser..."

"Ja, die Vorbestellung", fiel sie mir ins Wort und zog zwei in Papier eingeschlagene Baguettebündel unter dem Tisch hervor. "Sind ja schon bezahlt, gell?"

Die Vorstellung, wegen 6 unbezahlter Stangenbaguettes in die Hölle zu kommen (wo es für mich nur Broccoli gibt), trieb mir den Schweiß ins Gesicht. Da ich am Vortag noch keine Zahlung geleistet hatte und ein ehrlicher Mensch bin, erklärte ich also der Frau, daß ich die Brote noch bezahlen müsse.
Dann brach die Hölle los. Das könne ja gar nicht sein, erklärte sie mir. In ihrem Buche stehe drin, daß die Brote schon bezahlt seien. Wieder bestand ich darauf, das Brot zu bezahlen und schließlich kam eine weitere Bäckereifachverkäuferin dazu, die einen genaueren Blick in das besagte Bestellungsbuch warf.

Irgendwie war das ganze eine sehr skurile Situation. Man wollte einfach mein Geld nicht haben. Als ich schließlich kurz vor der Kapitulation stand, stieß eine der beiden Frauen ein langgezogenes "Aha" aus. Die Lösung war recht simpel. Es gab noch eine weitere Vorbestellung von 6 Stangenbroten (so ein Zufall), die der Kunde auch schon bezahlt hatte. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Innerlich hatte ich nicht mehr damit gerechnet, daß dieser Konflikt ohne Blutvergiessen enden würde.

Während sich die zweite Verkäuferin also wieder trollte, nannte mir die andere den Preis, den ich nun endlich bezahlen dürfte. Leider war ich in diesem Augenblick der Meinung, ich müsse jetzt noch einen freundlichen Spruch zur Auflockerung loslassen.

"Ich hätte die Baguettes aber auch kostenlos mitgenommen", lachte ich sie an und erntete daraufhin ein sehr spitzes "Nö, mir schenkt hier auch keiner was".

Daraufhin wünschte ich der netten Verkäuferin "7 Jahre schlechten Sex", äääääääh, ich meine "ein Schönes Wochenende" und fuhr zur Arbeit. Ich glaub ich muss mal wieder meinen Brotbackautomaten aus der Ecke holen.

Donnerstag, August 03, 2006

Das Gemüse des Teufels

In nur 6 Tagen erschuf Gott Himmel und Erde. Im nachhinein betrachtet, kann man das schon als eine Meisterleistung ansehen, vor der ich respektvoll den Hut ziehe. Natürlich gibt es einige Dinge bei denen man sich ernsthaft fragt, was er sich dabei gedacht hat, wie z.B. den Blinddarm. Kein Mensch braucht ihn, aber trotzdem ist er da. Das gleiche trifft auch auf nervige ADAC-Berater vor Supermärkten und die kommende Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" zu und besonders bei letzterem kommen mir ernsthafte Zweifel, ob Gott da seine Finger im Spiel hat.

Letzten Endes kann die Existenz dieser Dinge also nur bedeuten, daß der Teufel exisitert und es ergibt sich somit die Frage, welche weiteren Plagen er uns während Gottes Abwesenheit am 7 Tage hinterlassen hat. Zweifelsohne gehören zu den Kreationen des Teufels einige, wenn nicht sogar alle Arten von Gemüse.

Meine persönliche Nemesis der Kinderzeit war beispielsweise der Rosenkohl. Verbunden mit der Drohung meiner Mutter, nicht eher vom Tisch aufstehen zu dürfen, bis ich den Rosenkohl aufgegessen habe, verbindet sich dies zu einer recht unschönen Kindheitserinnerung. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, mit Rosenkohl zu leben und habe ihn sogar vom ersten Platz meiner Gemüsehasser-Top-Ten verbannt. Dort thront nun schon seit einigen Jahren der Broccoli, der meiner Meinung nach wirklich ein Gemüse des Teufels sein muss.

Wer seinen Blick nun kurz nach rechts schwenkt, findet dort ein kleines Umfragefeld, in dem Ihr anklickern könnt, welches Gemüse Euch die Kindheit vermiest hat. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse ... und ob überhaupt einer mitmacht.

Mittwoch, August 02, 2006

Eine Neuerung

Die Original-URL von Dübel´s Geistesblitz lautet ja bekanntermassen http://duebelsgeistesblitz.blogspot.com/

Da sich dies aber kein Mensch merken konnte, habe ich später eine
Weiterleitung einrichten lassen.
http://www.derduebel.kann.es

Da in der heutigen Zeit aber alles immer kleiner wird, ist es seit gestern Abend auch möglich, meinen Blog unter
http://www.derduebel.de
zu erreichen.

Ganz faule schreiben auch einfach nur
derduebel.de

Fleischbeschau beim Bäcker

Sonntags bin ich ein Langschläfer. Naja, eigentlich schlafe ich gar nicht mal soooo lang, aber immerhin lang genug, um beim sonntagmorgendlichen Bäckerbesuch ein langes Gesicht zu machen, da die Auswahl nicht mehr so reichhaltig ist. Nach Sesam- oder Mohnbrötchen brauche ich ab 10 Uhr eigentlich gar nicht mehr zu fragen. Letzten Samstag war meine Frau beim Brötchenholen jedoch pfiffig und hat sich ihr Spezialbrötchen für den nächsten Tag einfach zurücklegen lassen. Tolle Sache. Kein Problem.

So watschle ich also am Sonntagmorgen in die Bäckerei, wünsche der Bäckersfrau samt dem Renterfrühstücksclub in der Ecke einen schönen guten Morgen und rattere meine Bestellung runter. Zum Ende bemerke ich dann noch: "Und dann hätt ich noch gern das zurückgelegte Brötchen."

Die Bäckersfrau stutzt, beäugt mich ein wenig befremdlich und greift nach einem Brötchen hinter sich.

"Naja", lächelt sie mir schließlich zu, "so groß und schlank wie beschrieben sind sie ja gar nicht."

Trotzdem die Personenbeschreibung meiner Frau sich nicht mit meinem tatsächlichen Körperbau zu decken scheint, lässt sie das Brötchen in die Tüte plumpsen. Glück gehabt. Vielleicht sollte für die nächste Brötchenreservierung die Abfrage eines 16stelligen Codes vereinbart werden, bevor sich noch ein Wildfremder Kerl mit dem kostbaren Brötchen über die Grenze macht. Dann jedoch meldet sich eine andere Kundin im Geschäft zu Wort, der ebenfalls ein Kommentar zu meiner Figur auf der Zunge brennt.

"Ne, an dem ist ordentlich was dran", lässt sie verklingen.

Nein, was zuviel ist, ist zuviel. Das muss ich mir nicht bieten lassen. Da mir eine spontane Antwort auf eine derartige Äusserung eh erst 3 Stunden später einfällt, entschließe ich mich zu einer anderen Reaktion. Ich ziehe blitzartig meinen kleinen Bauchansatz ein, bezahle meine Brötchen und verlasse den Laden. Hierbei bemerke ich, daß es verdammt schwierig ist, ohne Auszuatmen "Auf Wiedersehen" zu sagen.