Sonntag, Juli 30, 2006

Jo, is denn scho ... Halloween

Jaaaaa, bald ist es wieder soweit. Gestern hab ichs schon im Supermarkt um die Ecke gesehen. Herbstfensterbilder, Herbstgestecke, lustige Herbstmännchen zum vor die Tür stellen und und und und und ...

Das beste war jedoch noch die kleine Ecke mit dem ganzen Halloween-Dekozeugs. Ein kurzer Blick auf die Datumsanzeige meiner 25 Euro Luxusuhr aus dem Hause Quelle zeigte mir jedoch den 29.Juli. War Halloween nicht sonst immer irgendwann Ende Oktober? Das wäre ja immerhin eine Vorlaufzeit von 3 Monaten.

Verrückte Welt. Aber man muss es positiv sehen, denn immerhin bedeutet das ja, daß in ca. einem Monat schon die ersten Dominosteine und Zimtsterne in der Süßigkeitenabteilung zu entdecken sein dürften. Und spätestens dann vergeht uns allen das Schwitzen.

Samstag, Juli 29, 2006

Werbeblock

Ich hab mal ein wenig in meinem DVD-Regal aufgeräumt und einige Silberscheiben bei Ebay eingestellt. Vielleicht liest ja hier der eine oder andere mit, der etwas davon gebrauchen kann.

Im Angebot sind: Das Boot - Director´s Cut, DVD-Box: Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug / Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff, Dreamcatcher, Geboren am 4. Juli, Langoliers, Men in Black II, Planet der Affen, Shining, V - Die außerirdischen Besucher kommen, V - Die außerirdischen Besucher kommen II, DVD-Box - Quantum Leap Season 2

Außerdem biete ich noch die Bücher Tödlicher Ruhm von Ben Elton und Zeitschaft von Gregory Benford an.

Für XBox-Zocker habe ich dann noch die Limited Collectors Edition von HALO 2.

Erwähnenswert wäre vielleicht noch der dahintersteckende gute Zweck, denn der Erlös dieser Auktionen fliesst in Form einer Tankfüllung in mein Auto. Herzlichen Dank.

Der Supermarkt um die Ecke

Ihnen ist langweilig?
Sie suchen Abwechslung vom Alltag?
Dann kommen Sie zu uns!

Der Supermarkt um die Ecke

Wir bieten Ihnen Attraktionen,
die Ihren Aufenthalt in unseren Räumen unvergessen machen,
wie z.B.:

Amateur-Jonglage: Beobachten Sie zahlreiche Kunden, die der Meinung sind, daß sie für ihren "kleinen" Einkauf keinen Einkaufswagen benötigen. Spätestens im Bereich der WC-Artikel zeigen unsere Hobbyakrobaten dann, was in ihnen steckt.

Harald, der Handyclown: Staunen und Lachen sie über Harald, der auf der Suche nach Damenbinden per Handy von seiner Frau durch den Supermarkt gelotst wird. (ganztägige Vorstellung)

Senioren Hindernisparcours: Überall im Geschäft haben wir kleine, sich lautstark unterhaltende Seniorenansammlungen plaziert, die ein normales Durchkommen mit dem Einkaufswagen unmöglich machen. Finden Sie die Abkürzung?

Leon, die menschliche Sirene: Leon wartet an der Kasse auf Sie. Lassen Sie sich nicht von seinem harmlosen Aussehen und seinem jungen Alter von 2 1/2 Jahren täuschen, denn sobald sein Lutscher aus der Hand fällt geht es los. Unser kleiner Racker erreicht problemlos die Lautstärke einer Polizeisirene. (Achtung: für körperliche Schäden übernehmen wir keine Haftung)

Natürlich bieten wir noch zahlreiche andere Sensationen. Am besten Sie besuchen uns doch einmal selbst. Wir haben Montag bis Samstag von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.

Mittwoch, Juli 26, 2006

Limbo im Badezimmer

Wieder einmal startete ein nettes Gespräch im Büro, dessen Themenschwerpunkt sich irgendwann auf das Thema "Ungeziefer", genauer gesagt "Silberfischchen" festlegte. Ehrlich gesagt kann ich zum jetzigen Zeitpunkt in keinster Weise rekontruieren, wie es zu diesem Thema kam. Fest steht aber, daß einer der Kollegen im Raum steif und fest von sich behauptete, noch niemals Silberfischchen in seiner Wohnung gehabt zu haben. Für diese Aussage erntete er ungläubiges Kopfschütteln eines anderen Kollegen und schließlich kam dabei heraus, daß er eigentlich noch nicht mal wusste, was denn Silberfischchen genau sind.

Ich erwartete nun, das irgendein anderer Kollege einen üblen und absolut unlustigen Kalauer von sich geben würde, wie zum Beispiel "Silberfischchen sind was für Leute, denen Goldfische zu teuer sind". Dies war jedoch nicht der Fall.

"Silberfischchen sind was für Leute, denen Goldfische zu teuer sind", bölkte ich also strahlend heraus.
Eine Kollegin hielt sich genervt die Hand vors Gesicht und murmelte etwas von "übler und absolut unlustiger Kalauer". Ich musste die Situation also irgendwie retten. Blitzartig gab ich den Begriff Silberfischchen in die Wikipedia ein.

"Das Silberfischchen", begann ich also vorzulesen, "ist ein flinkes, lichtscheues und flügelloses Insekt, das seinen Namen durch seine silbergraue Färbung bekam."

Bis auf den Begriff "Insekt" traf diese Beschreibung auch auf Verkaufsberater in Baumärkten zu, wie ich fand. Ich winkte den "Was sind Silberfischchen"-Kollegen zu mir herüber und deutete während ich laut weiterlas auf das Bild das kleinen Schädlings. Sein langgezogenes "Aaaaaah" zeigte mir, daß er wohl doch schon einmal Feindkontakt hatte.

Schließlich kam ich zum Punkt Vermehrung: "Das Paarungsspiel der Silberfischchen wurde wegen ihrer nächtlichen Lebensweise erst in letzter Zeit bekannt: Das Männchen und das Weibchen laufen während des Vorgangs erregt umher. Das Männchen legt unter Spinnfäden ein Samenpaket ab, und bringt das Weibchen durch eine Art Limbotanz dazu, unter den Faden durchzuschlüpfen. Das Weibchen findet das Samenpaket aufgrund vielfältiger biochemischer Abläufe und nimmt es auf."

Der Punkt mit dem Limbotanz machte mich wieder stutzig. Stammt die laute Musik die mich in meiner Wohnung immer so nervt gar nicht von den Nachbarn unter mir, sondern von einer Horde geiler Silberfischchen, die eine Orgie in meinem Badezimmer veranstalten? Ich denke, ich werde da mal ein Auge drauf haben.

Montag, Juli 24, 2006

Zunge raus

In einem Kommenar zu meinem Eintrag vom 13.07.06 hat Hotelblogger geschrieben, daß er den neuen Spot von der Bahn mit den zwei Schwarzfahrer-Jungs im ICE ganz witzig findet. Bei diesem Spot ist mir immer aufgefallen, daß der kleinere der beiden Jungs beim rausschauen aus seinem Versteck die Zunge ein wenig herausstreckt. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, woran mich das erinnert. Gestern Abend ist es mir dann schließlich eingefallen.

Pimpa. Nein, das wird jetzt kein perverser Eintrag wie manch einer vielleicht denkt. Pimpa ist ein Hund. Früher (vor ca. 1000 Jahren) gab es im Kinderprogramm die Sendung "Spaß am Dienstag". Moderiert wurde das ganze von , ähem tja äh, einem Moderator (ich glaube er hieß Werner) und einem kleinen gelben Punkt, der wild umherwuselte und dummes Zeug erzählte.

Naja, jedenfalls gab es da bei "Spaß am Dienstag" Zeichentrickfilme mit dem lustigen Hund Pimpa, der mit raushängender Zunge und einem Schal um den Hals auf seinem Tretroller durch die Gegend fuhr, um tolle Abenteuer zu erleben. Das kennt wahrscheinlich heute kein Mensch mehr.

Es wird Zeit, daß ich mal wieder ein anständiges Buch in die Finger kriege. Jetzt schreibe ich schon über rollerfahrende Hunde. Au Weia !

Sonntag, Juli 23, 2006

Es ist viiiiiel zu warm

Sonderlich glücklich schauen meine beiden Meerschweinchen auch nicht aus.

Samstag, Juli 22, 2006

8.September 2006

Da ist es dann soweit. Kim Wilde bringt ein neues Album raus. Ich werd oval. Kim Wilde, der Schwarm meiner Jugend. Das einzige was ich ihr nur schwerlich verzeihen kann ist dieses unglückliche Duett mit Nena. Mit "You keep me hanging on" soll es auf der neuen Scheibe wieder eine Zusammenarbeit geben. Produzent des ganzen ist Uwe Fahrenkrog Petersen, noch einer vom Nena-Clan.

Ich versteht das nicht. Kim Wilde und Nena, das ist doch so, als ob sich Robbie Williams mit Herbert Grönemeyer zusammentut. Jeder für sich, okay. Aber doch nicht zusammen. Das muss doch nicht sein.

Egal, ich freu mich auf das neue Album, welches aus neu abgemischten Hits von früher und neuen Tracks besteht und höre mir jetzt zur Einstimmung schonmal die alten CD´s von Ihr wieder an. Hach, das waren noch Zeiten. "You came" von 1988 wird übrigens die erste Auskopplung. Hier hab ich mal das alte Video von Ihr bei www.youtube.com gefunden. Und hier gibts die Möglichkeit, mal in die neue Version reinzuhören.

Matschfinger

In der letzten Woche hat sich bei uns im Büro die nette Tradition eingebürgert, daß jeden Tag ein anderer Kollege eine Ladung Eis für alle ausgibt. Also habe ich Donnerstagabends schön brav im Supermarkt bei mir um die Ecke ein paar Päckchen eingekauft (Flutschfinger, Capri usw.) und diese dann in meiner Privattruhe zu hause gelagert um Freitagmorgen sofort mit einer kleinen Abkühlung auf der Arbeit auftrumpfen zu können. Jedoch ...

... am nächsten Morgen musste ich feststellen, daß ich die Tür zum Eisschrank nicht richtig geschlossen hatte. Panisch griff ich nach den labrigen Eiskartons, deren Inhalt eine ähnliche Konsistenz aufwies. Aus einigen Flutschfingerverpackungen lief schon lustig-bunter Saft. Sämtliche anderen Vorräte waren natürlich auch hinüber.

Was blieb unterm Strich: doppelte Eiskosten für mich (musste ja nochmal los um Eis zu kaufen), 15 Minuten zu spät zur Arbeit und eine leere Truhe. Das Leben ist grausam.

Freitag, Juli 21, 2006

Er sitzt im Himmel und lacht uns aus

Rudi Carell - Wann wirds mal wieder richtig Sommer ?

Wir brauchten früher keine große Reise.

Wir wurden braun auf Borkum und auf Sylt.
Doch heute sind die Braunen nur noch Weisse,
denn hier wird man ja doch nur tiefgekühlt.
Ja früher gabs noch Hitzefrei.
Da war das Freibad auf im Mai.
Ich saß bis in die Nacht vor unsrem Haus.
Da hatten wir noch Sonnenbrand
und Riesenquallen an dem Strand,
und Eis, und jeder Schutzmann zog die Jacke aus.

Wann wirds mal wieder richtig Sommer -
ein Sommer wie er früher einmal war?
Ja mit Sonnenschein von Juni bis September
und nicht so naß und so sibirisch wie im letzten Jahr.

Und was wir da für Hitzewellen hatten
Pulloverfabrikanten gingen ein.
Da gab es bis zu 40 Grad im Schatten.
Wir mußten mit dem Wasser sparsam sein.
Die Sonne knallte ins Gesicht,
da brauchte man die Sauna nicht.
Ein Schaf war damals froh wenn man es schor.
Es war hier wie in Afrika,
wer durfte macht FKK,
Doch heut', heut' summen alle Mücken laut im Chor:

Wann wirds mal wieder...

Der Winter war der Reinfall des Jahrhunderts.
Nur über 1000 Meter gab es Schnee.
Mein Milchmann sagt: "Das Klima hier wen wunderts,
denn Schuld daran ist nur die SPD."
Ich find das geht ein bißchen weit,
doch bald ist wieder Urlaubszeit,
und wer von uns denkt da nicht dauernd dran?
Trotz allem glaub ich unbeirrt,
daß unser Wetter besser wird,
nur wann?
Und diese Frage geht uns alle an!

Wann wirds mal wieder...

Wann wirds mal wieder richtig Sommer?

Und nicht so naß und so sibirisch wie im letzten Jahr

Mittwoch, Juli 19, 2006

Einen kleinen Applaus ...

... für meine Chefin. Bei 31.9 Grad Celsius muss ich ähnlich wie eine Dörrpflaume vor meinem PC ausgesehen haben. Jedenfalls hat sie mir angeboten, am heutigen Tag doch eine Stunde eher Feierabend zu machen. Das lass ich mir nicht zweimal sagen.

Zuhause gabs ne kleine Überaschung. Mein neuer MP3-Player ist heute angekommen. Morgen schicke ich ihn wieder zurück. Eine fürchterliche Navigation durch die Menüs, eine fehlende Vorspulfunktion und dann auch noch ein an der Seite versteckter Play-Button. Das tu ich mir nicht an.

Liest hier vielleicht zufällig einer mit, der mir einen guten MP3-Player ans Herz legen kann? Ich hätte gern:
- 1 GB Speicher
- Farbdisplay (gern auch etwas größer, vielleicht sogar mit der Möglichkeit zum betrachten von Fotos und Filmen)
- eine Vorspulfunktion (ich höre gerne mal längere Podcasts mit Unterbrechung)
- Stromversorgung über einen eingebauten Akku
- keinen iPod (soll zu anfällig für Kratzer sein und ist meiner Meinung nach zu teuer)

Das gute Stück darf auch gerne ein wenig robuster gebaut sein. Ich bin kein großer Freund des derzeitigen Miniaturisierungswahns. Auf den meisten MP3-Playern wäre ein Warnaufkleber angebracht: Achtung. Kann von Kleinkindern verschluckt werden. Ist ja auch nicht gerade schön, wenn man sich zum Podcasthören ein Baby ans Ohr drücken muss.

Dienstag, Juli 18, 2006

Psycho-Kälte

Es ist heiß. Viiiiiiel zu heiß. Noch viel schlimmer ist jedoch die Tatsache, daß keine Abkühlung in Form von Regen in Sicht ist. Ganz davon abgesehen kann man sich ja nicht den ganzen Tag über mit Eis vollstopfen. Ich werde morgen also mal im Büro ein wenig auf der psychischen Ebene für eine gefühlte Temperatursenkung sorgen. Der Effekt ist bekannt vom "Gähnen". Sobald einer anfängt, findet sich schnell ein zweiter und ruck zuck ist eine Gähnorgie am Laufen.

Der Trick besteht also nun darin, daß ich morgen beim erreichen der 30 Grad Grenze ein bibberndes "Brrrr, ganz schön frisch hier" von mir geben werde. Zwischendurch schüttle ich mich ein wenig und klappere ein wenig mit den Zähnen. Wenn mein Plan aufgeht, dürfte schon wenige Minuten später das ganze Büro schlotternd die Fenster schließen und meine Tischnachbarin geht in den Keller und kocht heißen Tee für alle.

Sonntag, Juli 16, 2006

Alles wird gut

Es ist der ultimative Standardwitz, wenn eine Antenne korrekt ausgerichtet werden muss. Irgendeine arme Socke tänzelt wild gestikulierend mit der Antenne in der Hand herum und wartet darauf, daß die Stimme des Empfangskontrolleurs vor dem Fernseher ruft: "Superbild. Bleib so".

Meist hat die Person mit der Antenne gerade in diesem Augenblick eine Körperhaltung, die man sonst nur bei einer Weltmeisterschaft im Kunstturnen zu sehen bekommt. Nun, diese arme Socke war gestern ich. Irgendwie konnte ich es ja doch nicht auf mir sitzen lassen, daß ausgerechnet der offizielle "Simpsons"-Sender Pro Sieben nicht störungsfrei zu empfangen war. Aber nun läufts. Haleluja.

Und auch Hitflip ist plötzlich flink geworden. Einen Tag nach meiner Mailanfrage hatte ich die bestellte DVD im Kasten. Von der Versenderin bekam ich eine tolle Email mit dem Inhalt "Müsste Heut dasein hab es die wohe nicht geschaft." Wie schön, daß auch Hitflip ein Bewertungssystem hat.

Und der Flipper ist mittlerweile auch downloadbar. Allerdings kann ich mir da wohl die Hoffnung auf den großen 10.000 Dollar Gewinn von der Backe putzen. Es ist unglaublich was sich die Leute da für Highscores zusammenzocken.

Tja, und morgen ist dann nach drei Wochen wieder mein erster Arbeitstag. Brrrrrrrrrrr. Bin mal gespannt, was es dort wieder so neues gibt. Wie ich mitgekriegt habe, sind dort zur Zeit alle ganz vernarrt in das Entenspiel. Wer mag, kann ja dort auch einmal vorbeischauen. Ich werd mich jetzt noch ein wenig auf den Balkon hauen und Podcasts hören.

Freitag, Juli 14, 2006

Nix als Ärger

Flipper macht mir Ärger. Nein, nicht dieser komische Hollywood Delphin der immer angeplantscht kommt, wenn man die Flipperruftröte ins Wasser hält, sondern ein richtiger Flipper. Unter diesem Link wurde mir der Download eines Flippers versprochen. Wenn man gut genug ist, sollen dem Glücklichen Gewinner 10.000 Dollar winken. Natürlich ist der Termin für die Freigabe des Downloads nun ein wenig nach hinten verschoben worden. Samstag Nachmittag solls dann losgehen.

Und nochmal Flipper. Beim DVD-Tauschservice Hitflip habe ich verschiedene DVD´s geordert und nun warte ich schon eine komplette Woche darauf, daß die gewünschten Scheiben mal bei mir ankommen. Bin ja mal gespannt ob da auf meine kleine Beschwerdemail eine Reaktion kommt. Ansonsten finde ich die Idee mit dem DVD tauschen eigentlich super und habe bisher eigentlich nur gute Erfahrungen damit gemacht.

Na, und dann ärgere ich mich schon den ganzen Tag mit einem DVB-T Receiver herum. Alle Sender sind problemlos empfangbar, nur Pro Sieben tanzt mal wieder aus der Reihe und glänzt mit Störungen. Ich glaub ich kollabier gleich.

Donnerstag, Juli 13, 2006

"Eis-, Eis-Pinguin.
Ich bin ein Eis-, Eis-Pinguin."

Ein kleines Pinguinmädchen singt und tanzt seiner Pinguinmutter ein völlig albernes Lied vor, um die Pinguinmutter davon abzulenken, daß der Pinguinbruder gerade Schokoriegel aus dem Kühlschrank klaut. Das ist die Grundhandlung eines Werbespots, der seit Wochen im TV läuft. Ganz zu Anfang fand ich die Werbung einfach nur fürchterlich, dann jedoch habe ich diesen Spruch in meinen Floskelarchiv eingelagert, wo er dann und wann auch mal eingesetzt wird. Wenn mich also irgendwann mal jemand um etwas bittet, was mir aber grad gar nicht in den Kram passt, so kann man mit diesem kleinen Liedchen seinen Gesprächspartner wunderbar ablenken.

Beispiele hierfür:
"Herr Dübel, haben Sie schon die Akten bearbeitet, die ich Ihnen heute morgen gegeben habe?"
"Schatz, hast Du schon das Regal aufgehängt, worum ich Dich letzte Woche gebeten habe?"
"Junge, wann kommst Du denn endlich mal wieder Deine Oma besuchen?"

Klappt wunderbar. Nur mache ich mir langsam sorgen, daß einer meinder Verwandten und Bekannten mich bald einweisen lässt.

Mittwoch, Juli 12, 2006

Der Fernseh-Blues

Gestern hatte ich Besuch. Ein Guter Freund von mir schaute nach längerer Zeit mal wieder vorbei und wir unterhielten uns über dies und das. Irgendwann kamen wir dann auf das Thema "Fernsehen". Im Prinzip geht es ihm dabei ähnlich wie mir. Wenn man nicht gerade ein teures Pay-TV-Abo abgeschlossen hat, lohnt sich das einschalten eigentlich erst gar nicht. Ich nutze meinen Fernseher eigentlich nur für meine Spielkonsole und meinen DVD-Player, denn Spielfilme mit Werbung sind mir ein Graus.

Jedenfalls kamen wir dann auch auf den beliebten Kulturkanal 9live. Dieser Sender lebt im Prinzip nur davon, daß man den ganzen Tag über dort anrufen kann, um dumme Fragen zu beantworten. Beispiel: "Der E ist das W von P". Durch die vielen Anrufer finanziert sich der Sender und scheint hiermit gar nicht mal so schlecht zu leben. In den späteren Abendstunden wirds dann etwas pikanter. Die netten Moderatorinnen machen sich langsam aber sicher nackig und ... stellen noch immer die gleichen dummen Fragen. Und für nur 49 Cent pro Anruf glüht die Leitung von 9live weiter, bis der "Hot Button" zuschlägt und einen weiteren potentiellen Gewinner zur Oben-ohne-Moderatorin weiterleitet.

Wie gesagt. 9live geht es gut. Jedenfalls besser als den öffentlich rechtlichen Sendern, anders sind die Methoden der GEZ nicht zu deuten. Ob nun der "nur RTL"-Gucker, der PC-User mit ISDN-Anbindung oder die Oma, die mit Ihrer Goldplombe im Zahn Radio hört. Jeder der ein theoretisch empfangstaugliches Gerät zu hause hat, wird zur Kasse gebeten. Aber irgendwann wird die GEZ erkennen, daß sie mit Ihren Raubrittermethoden nicht weiterkommt. Vielleicht kommt dann der Tag, an dem Alfred Biolek in seiner Kochküche steht, einen Blick auf die Uhr wirft und mit den Worten "Oh, schon so spät" die Hose fallen lässt. Zur Erleichterung des Zuschauers wird dann unten eine Frage samt Rufnummer eingeblendet. WAS IST HAUPTBESTANDTTEIL EINER ERBENSUPPE? (A)-ERBSEN oder (B)-REIS.

"Jeder Anruf nur 49 Cent, liebe Zuschauer. Rufen Sie an. Der Hot Buttion schlägt gleich zu." Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

Dienstag, Juli 11, 2006

Schöne Post

An manchen Tagen macht der Gang zum Briefkasten einfach keinen Spaß. Rechnungen, Werbung und anderes wiederliches Zeugs. Heute jedoch nicht. Zuerstmal gabs eine Postkarte vom Audiotelegramm. Das ist einer der vielen Podcasts die ich aboniert habe und regelmäßig höre. Vor einiger Zeit wurde dort ein kleines Gewinnspiel durchgeführt, bei dem ich nun diese Postkarte gewonnen habe. An dieser Stelle also einen netten Gruß an David Sasse vom Audiotelegramm. Die Karte macht sich auf jeden Fall nett zwischen den Urlaubspostkarten der Verwandtschaft. Irgendwann muss ich mir mal überlegen was ich tue, wenn der Kühlschrank zugepappt ist.

Aber weiter mit der Post. Ein Brief von der Stadt. Ohoh, das bedeutet normalerweise nichts gutes. Aber nicht so heute. Eine Rückzahlung. Na, das lass ich mir gefallen. Und dann noch zwei dicke Umschläge mit CD´s für meine Frau.


Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Mal schauen was morgen so kommt.

Montag, Juli 10, 2006

Zurück ins normale Leben

Schluß, Aus, das wars. Die WM ist vorbei und der eine oder andere wird wahrscheinlich heute Abend panisch durch die Kanäle zappen und feststellen müssen, daß gestern tatsächlich das letzte WM-Spiel
stattgefunden hat. Wenn man den Nachrichten glauben darf, sind im letzten Monat sogar noch andere Dinge passiert als "nur" Fußball. Franz Beckenbauer hat seine Heidi geheiratet, Günther Jauch seine Thea. Heidi Klum ist wieder schwanger, Franzi van Almick ebenso. Gestorben sind Drafi "Marmor, Stein und Eisen bricht" Deutscher und, wie heute bekanntgegeben wurde, Rudi Carell.

Der Hammer Summer war übrigens ein Erfolg. Zwar haben viele mit dem Beginn des Deutschlandspieles die Veranstaltung verlassen, aber der Marktplatz soll dennoch gut gefüllt gewesen sein. Ende gut, alles gut.

Jetzt wo Italien Weltmeister ist, werde ich mal die Speisekarten der verschiedenen Pizzabäcker in meiner Umgebung studieren. Als Griechenland vor zwei Jahren die EM gewonnen hat, gabs ja überall leckere und vor allem günstige Herakles-Teller. Somit bin ich sehr froh, daß Frankreich nicht Weltmeister geworden ist. Eine leckere WM-Pizza ist mir 1000mal lieber als WM-Champion-Froschschenkel.

Sonntag, Juli 09, 2006

Wir

Wir wollten Weltmeister werden. Sind wir aber nicht. Stattdessen sind wir Weltmeister der Herzen. Ist ja auch gar nicht schlimm, denn schließlich sind wir ja auch schon Papst. Und Deutschland sind wir sowieso. Dieses Wir-Gefühl mag ja schön und gut sein, aber es verwirrt mich auch ziemlich. Als ich mit meinem Vater zusammen ein Deutschlandspiel im Fernsehen sah, murmelte er "Jetzt müssen wir aber noch ein Tor schießen, sonst wars das". Ich stutzte. Warum wir? Die Jungs auf dem Platz sind fürs Toreschießen zuständig. Nicht mein Vater und erst recht nicht ich. Ich hab ja nicht mal ein Trikot.

Früher in der Schule war ich immer der letzte auf der Bank, wenn die Teams für irgendwelche Fußball- oder Völkerballspielchen zusammengestellt wurden. Ich hatte auch nicht den blassesten Dunst, was an Fußball so wahnsinnig toll ist. Aber das ist nun Vergangenheit. Heute gehöre ich zu dem großen Wir-Kollektiv, das Weltmeister werden wollte und sowieso immer wusste, daß Klinsi der Beste ist.

Wenn ichs mir so recht überlege, will ich gar kein Wir sein. Wenn da mal ein Tor fällt, muss man nämlich sofort hochspringen und die nächstbeste Person (die auch ein Wir ist) in den Arm nehmen und abknutschen. Sowas kann auch leicht ins Auge gehen. Davon abgesehen bin ich mal gespannt wieviel dieses Wir noch zählt, wenn ich meine nächste große Strom-Gas-Wasser-Abrechnung bekomme.

Samstag, Juli 08, 2006

Hammer Summer

An dem Tag an dem Deutschland gegen Italien verlor, haben die Veranstalter des diesjährigen "Hammer Summer" wahrscheinlich bittere Tränen vergossen. Was der "Hammer Summer" ist? Nun, meine Heimatstadt Hamm organisiert jedes Jahr in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken ein Konzert in der Innenstadt. Drei Grupen oder Sänger wechseln sich hierbei den Abend über ab. Dieses Jahr sind es Cutting Crew (I just died in your arms tonight), Alexander Klaws (Deutschland sucht den Superstar) und Apotygma Berzerk. Letztere Gruppe sagt mir leider im Augenblick so gar nichts. Achja, EIntritt ist frei.

Bei all den Planungen um den Termin für dieses Konzert gingen die Planer, wie der Rest von Deutschland, davon aus, daß die deutsche Nationalelf wahrscheinlich schon recht früh aus dem Rennen wäre. Also keine Gefahr. Ab dem Viertelfinale ging man davon aus, daß wir Weltmeister würden. Also auch keine Gefahr für den "Hammer Summer". Nun ist jedoch das Horrorszenario eingetreten. Deutschland spielt am Tage des Hammer Großereignisses um Platz 3 und wenn die Straßen heute Abend ähnlich leer sind wie bei den restlichen Deutschlandspielen, so ahne ich schreckliches. Naja, ich werds spätestens Montag in der Zeitung lesen. Heute Abend hab ich keine Zeit um da hinzugehen. Deutschland spielt...

Freitag, Juli 07, 2006

Schatz, zieh Dir Schuhe an. Wir gehen spazieren.

So weit ist es jetzt also gekommen. Ich gehe mit meiner Frau spazieren. Naja, irgendwann muss ich mich halt mal damit abfinden, daß ich eindeutig die 30 hinter mir gelassen habe. Gottlob wird die mitgenommene Wasserflasche aber noch im Rucksack verstaut und nicht etwa im Transportkörbchen des Rollators. Also ab ins Auto und auf in den Maxipark. Bei strahlenden Sonnenschein schlendern wir also die Wege entlang und gönnen uns später sogar noch einen Flutschfinger am Kiosk. Dann jedoch nimmt die Idylle eine jähes Ende. Kurz vorher war mir schon so, als ob ein hinter einem Busch verschanztes Miniorchester das "Der Weiße Hai"-Thema angespielt hätte.

Es waren ein Junge und ein Mädchen, beide vielleicht so um die 10, die ein neues tolles Wort gelernt hatten, welches sie auch gleich der restlichen Umwelt mitteilen wollten. Der erste Teil des Wortes war ein obszöner Ausdruck für das männliche Glied, der zweite Teil hieß abwechselnd "Lutscher" oder "Lecker". Sich gegenseitig vors Knie tretend hopsten beide so durch den Park, gefolgt von einer etwas debil dreinschauenden Aufsichtsperson, die das ganze scheinbar noch recht komisch fand.

Ich begann mich zu fragen, ob eine Abtreibung in diesem Fall noch erfolgreich wäre. An der nächsten Weggabelung schlug das Trio den linken Pfad ein, meine Frau und ich wählten den anderen Weg. Leider sind die Wege im Maxipark allesamt so verschnörkelt und verwinkelt, daß schon 5 Minuten später sich wieder die Wege kreuzten.

"P_MM_LL_CK_R, P_MM_LL_TSCH_R", hieß es wieder.

Wir setzten uns auf eine Bank und die drei wackelten an uns vorbei, wobei sich die Kinder noch immer gegenseitig vor die Beine traten. Ich musste an einen Arbeitskollegen denken, der mal den Berufsweg des Lehrers einschlagen wollte, nun aber doch seinen vergleichsweise ruhigen Job in unserem Callcenter schätzt. Ich kann ihn nun voll und ganz verstehen.

Donnerstag, Juli 06, 2006

Die Überstunden des Michael B.

Und wieder dreht es sich heutige um das leidige Thema Arbeitszeiten. Diesmal habe ich mir mal Gedanken um die Stempeluhr unserer Nationalelf gemacht. Ich stelle mir das so vor, daß diese Stempeluhr im Mittelgang zwischen den Umkleidekabinen und dem Ausgang zum Spielfeld hängt. Hier ziehen unsere deutschen Nationalspieler Ihre DFB-Zeiterfassungskarten durch und bekommen pro Spielabend im Normalfall ihrem Stundenkonto 90 Minuten gutgeschrieben.

In den letzten Spielen gab es jedoch Verlängerungen von je 2 x 15 Minuten, vom Elfmeterschießen ganz zu schweigen. Was geschieht nun mit dieser einen Überstunde? Wird diese ausgezahlt, oder kann sie "abgefeiert" werden? Müssen wir also damit rechnen, daß die komplette deutsche Nationalmannschaft am Samstag im Spiel um den dritten Platz nach 30 Minuten geschlossen den Platz verlässt um irgendwo in der Stuttgarter Innenstadt schön ein Eis zu essen? Samstag wissen wir mehr.

Mittwoch, Juli 05, 2006

Verlängerte Ladenöffnungszeiten

Irgendwie tun sie mir ja doch leid, die armen Verkäuferinnen im Supermarkt um die Ecke. Während der WM ist das Geschäft jeden Abend bis 22 Uhr geöffnet. Normalerweise käme ich auch niemals auf die Idee, nach 20 Uhr noch einen Einkauf zu tätigen. Ich habe spätestens um 18 Uhr Feierabend und somit noch genügend Zeit, noch fehlende Zutaten für das Abendessen zu besorgen. Jedoch hat sich die Geschäftsführung einen Trick ausgedacht, um doch noch einige Käufer in den Laden zu locken. Bei meiner ersten abendlichen Besorgung bekam ich eine Tafel Rittersport als Geschenk des Hauses dazu. Also, brav "Danke" gesagt und wieder raus. Beim nächsten Mal gab es einen ganzen Karton Ritter-Sport (3 normale Tafeln, eine Packung Minis und eine Packung Schokowürfel). Beim dritten Mal gab es einen Fussball-Mix von Milka und heute mal wieder die Riesenpackung Rittersport.

Ich muss gestehen, daß ich meine Einkäufe mittlerweile auf den Abend verlege. Zum einen ist es da erheblich kühler und ich kann meine Schokoladenvorräte gratis aufstocken. Ein schlechtes Gewissen plagt mich aber irgendwie doch. Schließlich haben die Angestellten im Einzelhandel eigentlich jetzt schon sehr bescheidene Arbeitszeiten und meine Schokogeilheit wird bei der nächsten Geschäftsführerversammlung der Supermarktkette als Kundenwunsch zur Verlängerung der Öffnungszeiten ausgelegt. Und wenn der 22 Uhr Ladenschluss erstmal durch ist, gibts bestimmt keine Schoki mehr ab 20 Uhr.

Dienstag, Juli 04, 2006

Lieber Käpt´n Iglo,

nimm es mir nicht übel, aber ich glaube Du willst mich verarschen. Da sehe ich doch kürzlich das folgende Angebot von Dir in meiner Morgenzeitung.



13 + 2 Fischstäbchen. 15% mehr Inhalt. Klingt ja ganz nett, hat aber einen Haken. Auf www.iglo.de kann ich lesen, daß es Deine Fischstäbchen in den Packungsgrößen zu 5, 10 und 15 gibt. Nun willst Du mir aber plötzlich erzählen, daß es immer schon Packungseinheiten mit 13 Stäbchen gab, denen Du nun als Sonderbonus 2 Stücke panierten Pressfisch extra hinzugefügt hast.

Mmmmhhh, 13 + 2? Moment, das ergibt doch 15, oder? Kann es sein, daß es sich hier einfach nur um die ganz stinknormale 15´er Packungseinheit handelt, die einfach einen neuen blenderischen Aufdruck bekommen hat? Nein, das kann nicht sein. Käpt´n Iglo, der Werbeheld aus meiner Kindheit würde so etwas niemals tun.

Ich habe auf jeden Fall etwas hieraus gelernt. Ich werde gleich nach meinem Urlaub zu meinem Chef gehen und ihn darauf hinweisen, daß ich für ihn nicht mehr 8 Stunden täglich arbeiten werde, sondern von nun an 6 + 2 Stunden. Das sind immerhin auch über 30% mehr ... fürs gleiche Geld.

Montag, Juli 03, 2006

Renovierungsstress

Endlich ist wieder Normalität eingekehrt. Fast eine Woche haben meine Frau und ich nun damit verbracht, unser Wohnzimmer ein wenig wohnlicher zu gestalten. Das bedeutet in unserem Falle eine sonnengelbe Tapete, ahornfarbenes Laminat und eine Neuanordnung unserer Möbel. Völlig aus meinem Zeitplan gerissen hat mich der so simpel klingende Vorgang des "Tapeteabreissens". Einen kompletten Tag hat es gedauert, diese elende Tapete zu entfernen. Der Teufel allein weiss, was in diesem Kleister damals noch alles gewesen sein muss. Auf jeden Fall war das für mich der letzte Tapetenwechsel. Ich hab da fürs nächste Mal eine ganz andere Idee.

Am Ende dieser WM stehen doch überall diese netten großen Videoleinwände herum. Die werd ich mir schnappen, an meinem PC anschließen und vor die Wände in meinem Wohnzimmer plazieren. Wenn mir dann die alte Tapete nicht mehr gefällt, ziehe ich mir einfach ein neues "Wallpaper" aus dem Internet. Geht viel einfacher, ist nervenschonender und vor allem auch günstiger.