Freitag, Juni 30, 2006

Ein Märchen

Es war einmal ein König, der seinen Sohn in die Welt hinaussandte, damit er sich eine holde Maid erwählen solle. Der Königssohn tat wie ihm geheißen wurde und fand nach einer langen beschwerlichen Reise endlich eine hübsche Bauerstochter, deren bezauberndes Antlitz ihm das Herz schier in der Brust zerspringen ließ. Doch trotzdem der Prinz ein gutausehender, muskulöser, gebildeter und nicht zuletzt wohlhabender Mann war, stellte das junge Mädchen eine Bedingung.

http://jansmission.com/

Die schönsten Märchen schreibt das Leben doch selbst, oder?

Sonntag, Juni 25, 2006

Cover-Versionen

Uuuuaaah, ich hasse es, wenn ich mich korrigieren muss, aber in diesem Fall ist es leider mal wieder nötig. Zur Vorgeschichte: Ich bin ein absoluter Gegner von Coverversionen bekannter Songs aus den 80´er Jahren. Nehmen wir beispielsweise eine CD aus der umglückseeligen "Future-Trance" Reihe. Dort finden sich immer ein paar Tracks, bei denen sich meine Fußnägel aufrollen. Seien es gute alte Songs von Kim Wilde, Gazebos geniales "I like Chopin" oder nun gerade aktuell "We are the Champions" im Original von Queen, nun aber neu aufgelegt vom verrückten Frosch. Furchtbar. Immer wieder habe ich mich dabei gefragt, warum so etwas sein muss. Fällt den Musikproduzenten von heute denn nichts neues mehr ein? Früher gab es sowas doch auch nicht. In den guten alten 80´ern wurde doch schließlich auch alles selbständig komponiert und getextet.

Vorgestern schaute ich mir dann eine Folge der Zeitreiseserie "Zurück in die Vergangenheit" auf DVD an. In einer Szene dudelte plötzlich im Radio ein Lied, das mir sehr bekannt vorkam. Es war "Dancing in the Street" von Mick Jagger und David Bowie. Dummerweise ist dieses Lied von 1985 und der Zeitreisende aus der Serie befand sich gerade im Jahr 1963. Also hab ich mal ein wenig rumgegoogelt und ... Bowie und Jagger haben tatsächlich gecovert. Das Original singt eine Damentruppe namens "Martha & the Vandellas". Und wieder bröselt ein Stück meines Weltbildes dahin.

Mittwoch, Juni 21, 2006

Werbung

So, nun kommt der Augenblick, in dem der Opa in mir seine "Werthers Echten" verteilt und von früher erzählt, denn früher war ja bekanntlich alles besser. Beispielsweise lief früher nicht einfach so ein Werbespot hinter dem anderen. Oh nein. Da gab es zwischendurch immer die Mainzelmännchen. Okay, die gibt es heute auch, aber ich rede nicht von diesen supertrendigen Cybermainzelmännchen von heute, sondern von den guten alten, die noch ihr Mützchen angehoben und den Zuschauer mit einem langgezogenen "Gudn Aaaaaabend" begrüsst haben. Oder Ute, Schnute und Kasimir mit ihrem Hund Moppel. Das waren noch Zeiten.

Wie ich jetzt auf Werbung komme? Nun, ich habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Denn zusätzlich zur Adresse duebelsgeistesblitz.blogspot.com ist dieser Blog nun auch unter derduebel.kann.es erreichbar. Möglich machts www.weiss.es

Die neue URL kann man sich einfach besser merken und zusätzlich schmeichelt sie meinem Ego.
Einziger Wehrmutstropfen ist ein kleiner unscheinbarer Werbebalken gaaaanz unten auf der Seite. Dort werden nun von taiwanesischen Landfrauen handgeknüpfte Schlauchboote und andere interessante Sachen an den Mann gebracht. Wer sich dies dennoch nicht antun möchte erreicht die Seite natürlich noch immer unter der alten Adresse.

Dienstag, Juni 20, 2006

Hör mal wieder zu

Neulich ist mir aufgefallen, daß doch sehr oft Konversation betrieben wird, bei der keiner der Gesprächsteilnehmer wirklich auf das Gesprochene des anderen eingeht. Kurz gesagt, man quaselt auf das fürchterlichste aneinander vorbei. Hier ein Beispiel.

Zeit: Samstag, 10:30 Uhr
Ort: Supermarkt, Kasse
Person A: Kassierin, Mitte 40, gestresst
Person B: Kunde, Anfang 30, auch nicht besser dran

A: Macht 53,97 Euro.
B: (reicht die Karte rüber) Bitte sehr.
A: (nimmt die Karte) Danke sehr.
B: (unterschreibt schweigend den rübergereichten Kassenbeleg)
A: (überprüft die Unterschrift auf dem Beleg mit der auf der Karte)

STOP

Seit Wochen, Monaten, nein, sogar Jahren folgt auf diesen Akt die von Person A ausgesprochene Abschlussformel "Dann wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende", worauf Person B dann antwortet "Danke, Ihnen auch". Seit neuesten haben die Kassendamen jedoch einen gänzlich neuen Spruch drauf und der reisst viele Einkäufer völlig aus der Routine.

A: Waren Sie zufrieden mit Ihrem Einkauf bei uns?
B: Danke, Ihnen auch.

Was schließen wir daraus? Es wird viel geredet, ohne wirklich etwas zu sagen. Am besten kann man dies mit einem kleinen Experiment beweisen. Wenn das nächste mal eine Person niest, sollte man nicht "Gesundheit", sondern ein beliebiges anderes Wort sagen. Dies kann zum Beispiel "Semmelbrösel", "Senfgurke" oder "Gartenzaun" sein. Ich wette, daß Opfer mit der Schnupfennase wird dies nicht registrieren und sich brav und artig gemäß dem "Hatschi-Gesundheit-Danke"-Ritual bedanken.

Sonntag, Juni 18, 2006

Betrug

Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Ich wünsch mir den Eduard Zimmermann wieder zurück ins Fernsehen, denn zu seinen Zeiten hätt´s sowas nicht gegeben. Da schreib ich noch fröhlich davon, wie viel Podcast-Prominenz in der virtuellen Anti-Fußball-Kneipe herumschwirrt und dann kommt plötzlich von Kathrin Pö (der Initiatorin dieser Kneipe) die folgende Nachricht.

Ja Hallo und ein herzliches Dankeschön für die Werbung. Ich hab allerdings eine kleine Berichtigung. Weder ich noch Annik Rubens waren tatsächlich online. Als ich das gelesen bzw. von Jürgen gehört hatte, war ich sogar etwas geschockt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht mal einen Rechner in greifbarer Nähe. Es hat sich mal wieder ein Scherzkeks unter falschem Namen eingeloggt. Kurz darauf wurde sogar versucht in die Pipibox einzubrechen. Ich werd das Gefühl nicht los, dass da die Fifa dahinter steckt. Sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können bitte an mich. :-)

Also hab ich mal ein wenig im Internet herumrecherchiert und bin dann dabei auf sehr belastendes Bildmaterial gestossen. Kathrin, du hast recht.

Samstag, Juni 17, 2006

IKEA und "Ein Herz für Kinder"

Ich wurde gewarnt. Fahre nicht an einem Samstag zu IKEA. Da sind nur Familien mit nervenden Kindern. Doch ich schlug die Warnung in den Wind.

Unterm Strich war es dann aber doch erträglich. Zwar waren viele Kinder im Geschäft unterwegs, doch die verhielten sich relativ ruhig. Besonders putzig fand ich dabei einen kleinen Dötz von 6 oder 7 Jahren, der sich vorn im Einkaufswagen von seinen Eltern durch die Gegend schieben ließ, und an jeder Abbiegung mit seiner Zunge rhythmisch schnalzend das Geräusch eines Blinkers immitierte. Damit hörte er dann natürlich auch erst auf, wenn der Vater den Einkaufswagen vorschriftsgemäß durch die Kurve gefahren hatte und wieder freie Bahn vor ihm lag. Irgendwie muss ich wohl doch ein Herz für Kinder haben, denn mir kam der Gedanke, dem Jungen aus der Lampenabteilung ein paar Taschenlampen zuzustecken um seinen Auftritt noch ein paar "Visual Effect" hinzuzufügen.

Dazu kam es aber gottlob nicht. Eine der zahlreichen IKEA-Namensgebungen lenkte mich ab. Ich konnte es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich eine IKEA-Badezimmerproduktpalette mit dem Namen "Viren". Ich denke, Viren ist doch das letzte, was man gern im sanitären Bereich hätte, oder? Wahrscheinlich gibts die Flasche Sagrotan gleich gratis dabei.

Zu hause kam ich dann wieder auf mein neugewonnenes "Herz für Kinder" und ich entschloss mich dazu, diesen Begriff doch einfach mal in einen Anagramm-Generator zu werfen. Jetzt kommt der Clou. Wenn man die Buchstaben von EIN HERZ FUER KINDER ein wenig durcheinanderwürfelt, so ergibt das FREIDENKERHIRNE ZU. Fast schon ein wenig philosophisch, oder?

Donnerstag, Juni 15, 2006

Die Anti-Fussball-Kneipe

Das gestrige Fussballspiel habe ich in der virtuellen Anti-Fussball-Kneipe verbracht, durch die ich durch den Podcast "Rauchpause" aufmerksam geworden. Offensichtlich besteht die Mehrheit der Deutschen dann aber doch aus bekennenden Fussballfans, denn es war nicht gerade großer Andrang im Chat und ich gebe zu, daß ich selber auch im Hintergrund den Fernseher laufen hatte.

Also, wer war noch in der Anti-Fussball-Kneipe? Zum einen war da der Jürgen von juergenworld-Podcast. Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen mir seinen Podcast, sowie seine Empfehlung "Wangenroth", den Podcast eines 58jährigen Bestatters, anzuhören. Ich werde dies jedoch umgehend nacholen. Später schaute dann auch noch David vom "Audiotelegramm" vorbei. Kurzbesuche gab es von KathrinPö (Rauchpause) und Annik Rubens von Schlaflos in München.

Jedenfalls war es ein recht netter Chat, jedoch hat mich der Besuch dieser Anti-Fussball-Kneipe mal wieder nachdenklich gemacht. Ich habe die komplette normale Spielzeit im Chat verbracht und habe ihn dann in der 90. Minute verlassen. Kaum war ich draussen, schossen die Deutschen das Tor für den Sieg der Begegnung. Zufall?

Mittwoch, Juni 14, 2006

Die Frühstücksbrezel - Teil 2

Ich betrete die Bäckerei und schaue verwirrt die Verkäuferin an. Sie hat meine Salzbrezel noch nicht eingepackt.

"Eine Salzbrezel", flüstere ich ein wenig verunsichert, greife mir eine Zeitung vom Bildzeitungsstapel und setze ein "und eine Bild" hintendran.

"Tut mir leid. Salzbrezeln hab ich heut nicht. Der Lieferant hat uns versetzt."

Aber als gute Verkäuferin hat sie natürlich gelernt, daß man einen Kunden nicht einfach so wieder rausschicken kann.

"Darfs vielleicht ein Stück Butterkuchen sein?"

Es ist auf nichts in der Welt verlass.

Dienstag, Juni 13, 2006

Die Frühstücksbrezel

Heute Morgen beim Bäcker: Ich betrete den Laden und will gerade meine Bestellung aufgeben, da überreicht mir die Bäckersfrau lächelnd eine Papiertüte und säuselt "95 Cent". Ein kurzer Blick in die Tüte bestätigte mir, daß sich im Inneren die von mir zwar gewünschte, aber akustisch noch nicht bestellte Frühstücksbrezel befand. Die Verkäuferin war einfach mal davon ausgegangen, daß ich wie den Tag zuvor auch schon den gleichen Wunsch nach merkwürdig gebogenen und mit Salz bestreuten Laugengebäck haben würde. An sich eigentlich nichts wildes, aber ich war gestern zum ersten Mal nach vielen Wochen mal wieder in dieser Backstube und habe vorher durchaus auch schon andere Backwaren geordert. Was wäre denn gewesen, wenn es mir heute stattdessen nach einem Schokobrötchen, einer Käsesemmel oder einem Bauernstuten gelüstet hätte?

Ich habe gestern im Supermarkt um die Ecke einen Müller-Joghurt mit Minifussbällen gekauft. Steht seit heute morgen verzweifelnd wartend eine arme Kaufland-Verkäuferin mit einem Päckchen Joghurt im Vorraum des Geschäftes und erwartet mich? Ich glaub ich schau gleich mal nach.

Sonntag, Juni 11, 2006

30 Grad Celsius

Halleluja, meine E-Gitarre ist endlich da und ich muss schon sagen ... Holla. Was so ein kleiner 20 Watt Verstärker zu leisten vermag ist schon nicht übel. Jetzt muss nur noch der Gitarrist seine Künste ein wenig verbessern. Aber zur Zeit wird sich eh keiner über mein Gitarrengeplänkel beschweren. Es gucken ja schließlich alle Fußball oder bestellen Kuchen im Internet: 291,33 Euro für ein Stück Marmorkuchen.
Zu guter letzt bleibt noch zu sagen, daß ich langsam wegfliesse. 30 Grad Celsius hats hier auf meinem Balkon und der Rest von Deutschland wird dabei nicht wesentlich anders wegkommen. Genau das richtige Wetter um sich im Liegestuhl langzumachen und die Nase im Schatten eines Buches vor der Sonne zu verstecken. "Tödlicher Ruhm" von Ben Elton ist kürzlich bei mir im Briefkasten gelandet. In der Fernsehshow "Hausarrest" (hier besser bekannt als Big Brother) geschieht ein Mord. Bin mal gespannt, welchen Weg die Handlung einschlägt, denn irgendwie müsste die Klärung des Verbrechens ja rechnt schnell erledigt sein. Ist ja schließlich alles überwacht, oder?

So, nu aber noch viel Spaß bei der WM. Die Jungs von der Polizeiwache die Straße runter schauen bestimmt auch wieder. Wozu sonst steht sonst bei denen direkt im Fenster eine DVBT-Antenne.

Mittwoch, Juni 07, 2006

Es geht voran, oder "Das Wort zum Mittwoch"

Was haben die Wirtschaftsexperten doch gejammert und geflennt. Alles umsonst und vergebens, denn es geht wieder voran mit der deutschen Wirtschaft. Der Beweis dafür, daß die Deutschen wieder genug Geld zum ausgeben haben, wird am 09.06.06 um 16:25 Uhr geliefert. Knapp 2 1/2 Stunden vor Anpfiff des Eröffnungsspieles Deutschland gegen Costa Rica kann sich dann ein Ebay-Kunde über den Erwerb eines Stückes Marmorkuchen freuen, dessen Maserung an die Umrisse des WM-Pokales erinnert.

Ich will mich an dieser Stelle keineswegs über den zukünftigen Käufer des bisher 263,- Euro schweren Bäckereierzeugnisses lustigmachen, denn hat nicht schon Al Bundy damals das Gesicht von Elvis Presley in sein T-Shirt geschwitzt und habe ich nicht selbst höchstpersönlich erst letzte Woche einen überlagerten Joghurt geöffnet, auf dessen felligen Überzug ich das Antzlitz Jesus Christi zu erkennen glaubte.

Mir gibt das ganze Hoffnung, denn schließlich können wir hieraus folgendes Entnehmen:
Jesus lebt, Elvis führt ein geheimes Dasein als Tankwart in Tennessee und Deutschland wird Weltmeister.


Auf jeden Fall werde ich diese Auktion mal weiter beobachten. Spaßbieter sind ja bekanntlich nicht gern gesehen.

Dienstag, Juni 06, 2006

Der Dialog des Tages

A: Hey, du hast da aber schicke Sandalen an.
B: Jaja, da schaust Du, was? Mit solchen Sandalen
haben die alten Römer schon ganz Europa erobert.
A: Mag sein, aber die trugen auch keine weissen Tennissocken dazu.

Samstag, Juni 03, 2006

Laaanges Wochenende

Es hätte so schön sein können, aber nein...
Meine E-Gitarre wird erst am Dienstag verschickt. Das ist in ca. 100 Jahren. So kommt es mir zumindest vor. Nun sitze ich hier und schaue mir deprimiert die 758. Wiederholung einer RTL-Chartshow an. Wieder einmal brüsten sich die Scorpions und sind schwer davon überzeugt, daß sie doch maßgeblich am Fall der Mauer beteiligt waren und wieder einmal versingen die No Angels (zumindest 3 davon, da eine schon ausgestiegen ist und eine andere geschwollene Mandeln hat) ein ABBA-Lied. An den Brosis-Auftritt mag ich da schon gar nicht mehr denken. Und zu allem Überfluss bekomme ich dann auch noch eine Spam-Mail die so blödsinnig ist, daß ich sie hier unbedingt nochmal reinkopieren muss.

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Hallo, bitte lesen sie das !!

Hey, wir sind Andy und John die Directoren von MSN. Entschuldigen sie die Störung aber Messenger wird geschlossen. Wir senden das, weil viele Leute verschiedene Accounts haben, Wir haben nur noch 578 Namen frei. Wenn sie möchten, dass wir ihren Account schliessen, senden sie diese Nachricht nicht, aber wenn sie möchten dass wir ihren Account aufrechterhalten, dann senden sie diese Nachricht an alle ihre Kontakte. Das ist kein Spass, Senden sie sie. Danke. Die Nutzung von MSN wird ab Sommer 2006 etwas kosten. Wenn sie diese nachricht an 18 verschiedene personen ihres Adressbuchs schicken, wird sich ihr Icon blau verfärben was bedeutet, dass MSN für sie Gratis bleiben wird. Wenn sie mir nicht glauben, gehen sie auf www.msn.com und sehen sie selbst. Leiten Sie die Nachricht nicht weiter, sondern kopieren sie sie in eine neue, damit die Leute sie lesen können.

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Jungs, zieht Euch ganz schnell den rostigen Nagel aus dem Schädel. Dann kann durch das so entstandene Loch wieder ein wenig Frischluft an Euer Hirn wehen. Auauaua !